6 Wege Lebensmittel haltbar zu machen – mit und ohne Bienenwachstuch

Spargel zu Weihnachten, Erdbeeren an Silvester! Geht nicht? Wohl! Mit dem Herbst wird es allerhöchste Zeit, unser Lieblings- Obst und Gemüse für die Off-Season fit zu machen. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig und reichen vom simplen Kühlen und Einfrieren hin zum etwas aufwändigen Einkochen oder Trocknen. Wenn du frische Lebensmittel für die kalte Jahreszeit haltbar machst, vermeidest du Abfall, schonst die Umwelt und letztendlich auch den Geldbeutel. Und sorgst ganz nebenbei für größere Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan. Hier erfährst du, welche zahlreichen Möglichkeiten es gibt, Lebensmittel länger haltbar zu machen – mit und ohne Bienenwachstücher oder vegane Wachstücher.

 

1. Kühlen

 

Fast alles hält sich länger, wenn es gekühlt wird. Am besten halten sich Lebensmittel, deren Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird und die bei gleichbleibenden Temperaturen gelagert werden. Unnötiges Aufwärmen und Abkühlen sollte verhindert werden, da sich sonst Kondenswasser bildet, das Schimmel fördert. Aus diesem Grund lässt du Speisen besser vollständig abkühlen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst. Das spart zudem wertvolle Energie.

Den Kühlschrank richtig einräumen

Kalte und warme Luft zirkuliert und bewegt sich, auch im Kühlschrank. Jedes Fach hat eine eigene Temperatur, die du beim Einräumen deiner Lebensmittel unbedingt beachten solltest. Das Gemüsefach ganz unten im Kühlschrank ist (Überraschung!) der perfekte Ort für die meisten Gemüse. Hier herrschen Temperaturen um die 6-8 Grad. Blattsalate, Kräuter und Obst können hier ebenfalls gut gelagert werden.

Ganz kalt mögen‘s leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Wurstwaren. Der kälteste Ort mit 0-5 Grad ist das Fach direkt über dem Gemüsefach. Milch und Milchprodukte, aber auch Oliven und Feinkost kannst du in dem Fach darüber abstellen, wo es ca. 4-5 Grad hat.

Ganz oben im Kühlschrank ist es mit ca. 8 Grad fast am wärmsten. Hier finden geöffnete Gläser und Konserven, Reste vom Vortag oder aber Getränke Platz. Nur die Kühlschranktür ist mit 10-15 Grad noch wärmer, weshalb leicht verderbliches (wie z.B. Frischmilch) hier am besten nicht aufbewahrt werden sollte. Eier, offene Gläser und Tuben kommen in den oberen Fächern unter, ganz unten in der Tür ist Platz für griffbereite Getränke oder auch Wassergläser, in denen du deine Kräutersträußchen frisch hältst.

Wenn du diese Tipps befolgst, halten sich deine Lebensmittel nicht nur länger. Hast du dich einmal an diese Ordnung gewöhnt, hast du deine Vorräte immer im Blick und es gehen weniger Lebensmittel in einem unsortierten, übervollen Kühlschrank verloren.

Warum du Lebensmittel im Bienenwachstuch lagern solltest

Lebensmittel wie Brot, Käse, Salat, Gemüse oder Obst kann man im Wildwax Tuch perfekt frisch halten. Das Propolis im Bio-Bienenwachs wirkt als natürliches Konservierungsmittel. Doch auch das Sonnenblumenöl, mit dem wir unsere veganen Tücher herstellen, bewahrt Lebensmittel vor dem Austrocknen und verhindert vorschnelles Altern. Die locker gewebte Baumwolle ist atmungsaktiv und verhindert die Bildung von Kondenswasser, welches Schimmel begünstigen würde. Mit all diesen Eigenschaften übernimmt das Wildwax Tuch selbst bei offenen Schnittflächen die natürliche Funktion der Schale und hält Lebensmittel länger frisch, knackig und gesund. Das Tuch schützt zudem vor Zugluft (zum Beispiel bei häufigem Öffnen und Schließen der Kühlschranktür) und Licht, was ein weiterer Faktor für die vorschnelle Alterung von Lebensmitteln sein kann.

ÜBRIGENS | Im Kühlschrank erhärtet sich das Wachs im Wildwax Tuch, weshalb es selbst den Geruch aromatischer Lebensmittel zurückhält, ohne diesen selbst aufzunehmen.

Obst und Gemüse, das nicht in den Kühlschrank gehört

Tomaten oder Knoblauch verlieren im Kühlschrank schnell ihr Aroma. Doch manche Lebensmittel verderben sogar schneller, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden. Dazu gehören Bananen oder Avocados. Super ausgerüstet für eine lange Haltbarkeit selbst bei Zimmertemperatur sind Melonen und Kürbisse, aber auch Mangos, Zitronen oder Gurken, solange du sie am Stück verwahrst. Vieles verliert bei zu kalten Temperaturen seinen Geschmack und sollte erst nach dem Anschneiden – am besten in ein Bienenwachstuch eingeschlagen – ins Gemüsefach des Kühlschranks gelegt werden.

Kartoffeln und Zwiebeln haben ebenfalls einen eigenen Platz außerhalb des Kühlschranks verdient. Da Kartoffeln ihren Geschmack verändern und Zwiebeln sehr empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren, lagerst du diese beiden Gemüse am besten kühl, luftig und dunkel. Bei idealer Lagerung halten sich Kartoffeln so mehrere Monate lang.

Faustregeln fürs Einfrieren

–> Gemüse vor dem Einfrieren kurz blanchieren oder garen.

–> Nur vollständig Abgekühltes in die Truhe legen

–> Je weniger Luft an das Lebensmittel gelangt, desto weniger Gefrierbrand kann entstehen

–> Keine gebrauchten Plastikverpackungen (z.B. von Speiseeis) zum Einfrieren verwenden! Durch das Einfüllen von warmen Lebensmitteln können sich gesundheitsschädliche Weichmacher lösen. Besser sind Marmeladengläser oder Behälter, die speziell fürs Einfrieren gekennzeichnet sind. Bei trockenen Speisen und Lebensmitteln kannst du auch die Bienenwachstücher und veganen Tücher von Wildwax verwenden!

–> Es gibt wenige Lebensmittel, die du besser nicht einfrieren solltest, da sich ihre Konsistenz oder der Geschmack ändern kann. Dazu gehören rohe Kartoffeln, stark wasserhaltiges Obst und Gemüse, Eier, Salat, Weichkäse oder auch Knoblauch.

–> Zum schonenden Auftauen über Nacht die gefrorenen Lebensmittel im unteren Kühlschrankfach über der Gemüseschublade lagern.

2. Einfrieren im Wildwax Tuch

 

Bienenwachstücher und vegane Wachstücher können super dabei helfen, Lebensmittel durch Einfrieren haltbar zu machen. Wir haben unser Team zum Thema Einfrieren im Wildwax Tuch befragt und die Erfolgserlebnisse für dich gesammelt:

Brot (am Stück oder geschnitten), Gebäck, Kuchen

fertiger Plätzchenteig und sogar roher Hefeteig (z.B. für Brötchen)

Gemüse- und Grünkernbratlinge (schmecken nach dem Auftauen fast noch besser)

gedünstete Spargelstangen

Pfannkuchen und Muffins

Walnusskerne oder Nussmischungen

Lasagne (in der Auflaufform, mit Bienenwachstuch abgedeckt)

#WildwaxHack

Petersilie im Kühlschrank frischhalten: Petersiliensträußchen waschen, leicht abtropfen lassen, Stielenden kürzen und in ein Wasserglas stellen. Wildwax Tuch darum wickeln, am Glas mit Handwärme verschließen, in der Kühlschranktür aufbewahren.

Frische Chilischoten einfrieren: Schoten waschen, abtrocknen, am Stück in einen Wildwax Mini-Beutel wickeln und in die Truhe legen. Benötigte Chilimenge von der gefrorenen Schote herunterschneiden, zurück ins Tuch und wieder einfrieren.

 

3. Trocknen

 

Das Trocknen von Lebensmitteln ist eine jahrhundertealte Methode. Bei der Trocknung wird den Nahrungsmitteln das Wasser entzogen. Dieses benötigen die Mikroorganismen (Bakterien und Pilze), die für den Prozess des Verderbens verantwortlich sind, fürs Wachstum. Fehlt ihnen das Wasser, verlangsamt sich der Verderbnisprozess und die Lebensmittel bleiben länger am Leben und genießbar.

Der Vorteil von getrockneten Lebensmitteln – im Vergleich mit anders haltbar gemachtem – liegt darin, dass die wertvollen Nährstoffe und Vitamine weitgehend erhalten bleiben. Dabei gibt es unterschiedliche Arten, ein Lebensmittel zu trocknen. Bei der Gefriertrocknung macht man sich beispielsweise die physikalischen Eigenschaften von Wasser zu Nutze. Dabei werden die Lebensmittel zunächst tiefgekühlt und dann im Vakuum erwärmt. Ohne Luft geht das Wasser unmittelbar vom gefrorenen in einen gasförmigen Zustand über und entweicht aus dem Lebensmittel. Die Gefriertrocknung ist ein schonender Prozess, durch den Lebensmittel ihre positiven Eigenschaften auch bei langfristiger Lagerung beibehalten. In welcher Form die Lebensmittel getrocknet werden, ist dabei ganz egal. Erdbeeren lassen sich beispielsweise super am Stück trocknen, alternativ können sie vor dem Trocknen in Scheiben oder kleine Würfel geschnitten werden. Sind die Lebensmittel einmal haltbar gemacht, lässt sich das getrocknete Produkt anschließend sogar in leckere Pulver verwandeln.

Welche Lebensmittel kannst du selbst trocknen?

In klimatisch wärmeren Gegenden ist es möglich, Lebensmittel an der Luft und in der Sonne zu trocknen, weshalb diese Art der Konservierung nicht nur einfach, sondern sehr beliebt ist. Aber selbst bei uns gibt es manche Lebensmittel, die du ganz einfach selbst durch Trocknen haltbar machen kannst. In Scheiben geschnittene Champignons, auf einem Baumwolltuch luftgetrocknet, lassen sich toll in Risotto oder Soßen verarbeiten. Genauso einfach kannst du deine Gartenkräuter nach dem Rückschnitt für den Winter haltbar machen. Apfel- oder Kürbisscheiben kannst du im Ofen trocknen und abends ins Bienenwachstuch gehüllt zum Snacken mit auf die Couch nehmen.

#FunFact | Getrocknete Äpfel werden nicht braun, weil auch dem Enzym, das für die Bräunung verantwortlich ist, das Wasser entzogen wird.

Unbedingt ausprobieren solltest du in der Tomatenzeit dieses super einfache Rezept für getrocknete Tomaten:

REZEPT | Tomaten selbst trocknen

Zutaten | 500 gr. Bio-Flaschentomaten, 1 Knoblauchzehe,
Oliven
öl, Meersalz, 3 Zweige Thymian oder Rosmarin

–> Ofen auf 100°C vorheizen. Tomaten waschen, abtrocknen und vierteln, dann auf einem Backblech mit Backpapier verteilen.

–> Kräuter waschen, trocknen und Blätter abzupfen. Zusammen mit dem gehackten Knoblauch, Salz und dem Olivenöl verrühren und auf die Tomaten streichen.

–> Tomaten in den Ofen schieben, Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Je nach gewünschter Trocknung die Tomaten 4-6 Stunden im Ofen lassen.

–> Anschließend die abgekühlten Tomaten in Gläser füllen, vollständig mit Olivenöl bedecken und im Kühlschrank lagern. So halten sich deine getrockneten Tomaten mehrere Wochen lang.

–> Schmecken toll im Spargelsalat, einer Nudelpfanne oder auf der Pizza

 

4. Fermentieren

 

Was ist eigentlich Fermentation? Und warum ist das so gesund? Alles, was du zu dem Thema wissen musst, hat uns Swantje von Suur verraten:

Was ist Fermentation?

Fermentation meint die Umwandlung organischer Stoffe durch Mikroorganismen. Überall auf der Welt werden seit Jahrtausenden Nahrungsmittel fermentiert, da sie so besser verträglich, gesünder und länger haltbar sind. Sauerkraut, Kimchi, Joghurt und Kaffee sind nur ein paar davon.
Für frisches Gemüse eignet sich die Fermentation besonders gut, da es so sehr lange haltbar ist und der Speiseplan auch außerhalb der Erntemonate bereichert wird. Fermentiertes Gemüse schmeckt intensiv-aromatisch und passt überall dazu – zum Beispiel aufs Brot, zum Salat, zur Suppe oder in die Bowl.

Gemüse selbst fermentieren

Gemüsefermentation ist so genial wie einfach

Erstens –> Frisches Gemüse wird gewaschen, geputzt oder geschält…

Zweitens –> …dann zerkleinert, gesalzen und gestampft und je nach Rezept mit Gewürzen vermischt.

Drittens –> Dann wird es in einem Gefäß luftdicht bei optimal 18°C fermentiert – je nach Sorte und Rezept einige Tage bis Monate.

Fertig! –> Dann ist das Ferment fertig und wird kühl gelagert, um die Fermentationstätigkeit zu stoppen.

Warum ist Fermentation so gesund?

Bei der wilden und natürlichen Fermentation werden keine sogenannten Starterkulturen zugesetzt. Milchsäurebakterien, die sich natürlicherweise am Gemüse befinden, vermehren sich unter Luftabschluss, verdauen stärkehaltige Bestandteile des Gemüses quasi vor und wandeln sie in Säure um. Genial ist, dass sich in dem sauren Milieu nur Mikroorganismen vermehren können, die für uns Menschen unschädlich beziehungsweise sogar sehr gesund sind, andere Bakterien haben hier keine Chance!

Gemüse ist an sich ja schon super-gesund: Es enthält jede Menge Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Faserstoffe. Durch Fermentation wird es sogar noch gesünder: Es enthält noch mehr für den Körper besser verfügbare Vitamine und Enzyme. Außerdem wird es durch die Umwandlung von Zucker und Stärke in Säure bekömmlicher.

Verzichtet man auf das Erhitzen des fermentierten Gemüses vor dem Verzehr, können außerdem die lebendigen Mikroorganismen, die für die Fermentation zuständig sind, in der Darmflora ankommen. Diese sogenannten probiotischen Milchsäurekulturen aus roh-fermentierten Lebensmitteln können das Mikrobiom und damit das Immunsystem wirkungsvoll unterstützen. Es gibt inzwischen viele Studien die nahe legen, dass fermentierte Nahrungsmittel zu einer gesunden Ernährung beitragen!

REZEPT | Saaten-Knäcke mit Kraut von SUUR

Zutaten | 2 Scheiben Knäckebrot (gekauft oder selbstgebacken), 4 EL (veganer) Frischkäse, 4 EL SUUR Rote Beete & Ingwer Love Craft Kraut, Sprossen oder Kräuter, optional: geröstete Kürbis- und Sonnenblumenkerne

–> Brote mit Frischkäse bestreichen und mit Kraut belegen.

–> Mit Sprossen, Kräutern und Kernen toppen & genießen!

–> Guten Appetit! 😊

 

5. Zuckern und Salzen

 

Ähnlich wie beim Trocknen geht es beim Zuckern und Salzen darum, den Bakterien und Pilzen das Wasser zu entziehen, damit das Lebensmittel nicht verdirbt.

Besonders lange haltbar werden Lebensmittel, die man nicht nur zuckert, sondern dabei auch erhitzt. So stellt man zum Beispiel Marmeladen, Gelees und Konfitüren her. Wird das Lebensmittel erhitzt, reicht ein Zuckeranteil von 50% aus, um ein Lebensmittel besonders lange haltbar zu machen. Aber auch kaltgezuckert halten sich viele Früchte 1-2 Tage länger im Kühlschrank.

Beim Kandieren werden Früchte oder essbare Blüten mit einer heißen Zuckerlösung übergossen und so für mehrere Monate haltbar gemacht. Selbst kandieren kannst du z.B. Veilchenblüten, Kiwi-Scheiben, Ingwer-Stückchen u.v.m.

Nicht jedes Lebensmittel schmeckt gut gezuckert, weshalb sich diese Konservierungsmethode meist auf Früchte beschränkt. Manches Gemüse schmeckt auch toll in zuckerhaltigen Chutneys oder Marmeladen. Dazu gehören Rhabarber, Kürbis (schmeckt toll als Mango-Kürbis-Marmelade!), Möhren und selbst Tomaten.

Salzen, Pökeln oder Trockenbeizen

Diese Begriffe beschreiben das Haltbarmachen von meist Fleisch oder Fisch durch Salz(e). Salz eignet sich hervorragend, um Lebensmitteln Wasser zu entziehen. Da reicht es oft schon, das Lebensmittel mit Salz einzureiben oder darin einzulegen. Toll ist, dass dem Salz gleichzeitig Gewürze oder Kräuter hinzugefügt werden können. So entstehen unterschiedliche Aromen, mit denen sich auch in der heimischen Küche experimentieren lässt.

 

6. Einlegen vs. Einkochen

 

Du möchtest deine selbst angepflanzte Paprika auch im Winter genießen? Dann solltest du darüber nachdenken, sie einzulegen. Mit dieser Konservierungsmethode lässt sich besonders Gemüse ganz schnell und einfach für die kalte Jahreszeit haltbar machen. Das geht roh wie gegart und eignet sich vor allem für festes Gemüse. Bekannte eingelegte Leckereien sind Gurken, Rote Bete, Zwiebeln oder Bohnen. Das Schöne: beim Einlegen kannst du ganz nach Laune Gewürze und Kräuter hinzufügen und mit Geschmacksrichtungen experimentieren.

3 einfache Möglichkeiten Gemüse einzulegen

SAUER EINLEGEN | Bei sauer Eingelegtem wird das Gemüse in Essig eingelegt. Vorab wird es entweder gegart oder aber ordentlich entwässert, indem es für 24h in Salz eingelegt wird. Übergießt man das Gemüse mit heißem Essigsud, wird es durch das Einlegen noch etwas weicher. Beim Einlegen in Essig kann man Lebensmittel bis zu einem Jahr haltbar machen.

IN SALZLAKE EINLEGEN | Der Klassiker unter den eingelegten Lebensmitteln ist die Salzgurke. Diese wird in einem Sud aus grobem Meersalz, Wasser ggf. etwas Essig oder Zitronensaft eingelegt.

IN ÖL EINLEGEN | In Öl Eingelegtes hat von allen drei Varianten die kürzeste Haltbarkeit, mit ca. 3-4 Monaten. Neben Gemüse lassen sich auch Pilze oder Käse gut in Öl einlegen. Alternativ kannst du auch dein Öl durch Kräuter, Chilis, Knoblauch oder Gewürze geschmacklich verfeinern.

Wichtige Tipps

Egal, welche Variante zu wählst, um dein Gemüse einzulegen: Für besonders lange Haltbarkeit verwendest du am besten möglichst makelloses Bio-Gemüse. Die Gläser solltest du vor dem Befüllen mit heißem Wasser sterilisieren. Das luftdicht verschlossene Eingelegte lagerst du am besten kühl und dunkel.

Noch nicht überzeugt?

Hanna und Manel von Addicted to Humus zeigen mit ihrer super leckeren Pickled Onion, wie viel Spaß es macht, Gemüse einzulegen (und wie schnell und einfach das geht):

REZEPT | Pickled Onion von Addicted to Humus

Zutaten | Wasser 140ml, 80ml Apfelessig, 4gr Salz, 8gr Zucker, 1 rote Zwiebel

–> Zwiebel in Ringe schneiden und in ein (sterilisiertes) Glas schichten.

–> Restliche Zutaten aufkochen. Sud über die Zwiebeln gießen, bis sie vollständig bedeckt sind.

–> Abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Genießen!

Einkochen

Beim Einkochen werden Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel zunächst in sterile Schraubgläser oder spezielle Einmachgläser mit Gummiringen gefüllt. Dann wird das Glas mit Essig- Zucker- oder Salzwasser beinahe randvoll aufgefüllt. Die Gläser werden dann in einem Topf mit Wasser für längere Zeit erhitzt, „eingekocht“. Durch die Hitze sterben die Mikroorganismen ab, die das Lebensmittel verderben lassen. Außerdem entsteht im Glas ein Vakuum, das zudem die Ausbreitung der Mikroben verhindert. Eingekochte Lebensmittel halten sich bei richtigem Vorgehen bis zu mehrere Jahre.

Welche Lebensmittel kannst du einkochen?

Fast alle Nahrungsmittel lassen sich durch Einkochen konservieren. Deshalb ist diese Methode weit verbreitet und hat eine lange Tradition. Selbst fertige Speisen wie Eintöpfe oder (im Glas gebackenes) Brot kannst du so länger haltbar machen. Zuvor eingemachte Nahrungsmittel (z.B. saure Gurken oder Marmelade) kannst du durch zusätzliches Einkochen noch länger vor dem Verderben schützen.

 

 

Honorable Mentions

 

Räuchern | Das Räuchern ist eine Methode der Konservierung, die meist für zuvor gepökelte Lebensmittel, hauptsächlich aber für Fleisch und Fisch verwendet wird. Dabei kann kalt-, warm- und heißgeräuchert werden, was die Lebenszeit der Lebensmittel unterschiedlich stark verlängert. Während des Räucherns sorgen Kräuter oder (naturbelassene!) Holzspäne für besonders intensive Aromen. Auch Vegetarier müssen auf das Räucheraroma nicht verzichten. Neben geräuchertem Scamorza bringen auch geräucherter Tofu und sogar geräuchertes Gemüse Geschmacksvielfalt auf den Tisch.

In Alkohol einlegen | Der große Steingut-Topf auf Omas Küchenschrank ist eigentlich immer voll mit ordentlich beschwipsten Früchten. Im Sommer wird der Inhalt dann nach und nach auf frische Waffeln gehäuft und leergefuttert, um Platz für neue saisonale Leckereien zu machen. Im Rumtopf landen alle Lieblingsfrüchte der Sommermonate: Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Stachelbeeren, Aprikosen und Pflaumen. In einem klebrigen Bad aus Zucker und Alkohol bleiben sie locker bis zur nächsten Waffelsaison haltbar.

Bestrahlung | Diese etwas fragwürdige Methode konserviert Lebensmittel (Gemüse, Obst, Fleisch oder Käse) durch die Behandlung mit Röntgen-, Gamma- oder Elektronenstrahlen. Die Bestrahlung hält unter anderem den Reifeprozess an, tötet Parasiten ab und sterilisiert das Nahrungsmittel. In Deutschland dürfen lediglich getrocknete aromatische Kräuter und Gewürze bestrahlt angeboten bzw. verkauft werden. Mehr Infos dazu hier.

#FunFact | Doppelt hält länger: Manche Konservierungsmethoden lassen sich prima kombinieren oder wiederholen, um Lebensmittel noch länger haltbar zu machen. Essig zum Beispiel, wie dieser Apfelessig von Höhl’s. Der ist sogar 2x fermentiert, erst vom Saft zu Wein und dann vom Wein zu Essig. Ohne schweflige Säure und mit den besonders guten rechtsdrehenden Milchsäurebakterien.